Starkbierfest 2016

 

 

Bruder Barnabas mit neuem Rekord

 

 

Einmal mehr präsentierte sich das Starkbierfest des TSV Polling als Besuchermagnet. Mit großer Spannung erwartet wurde von den vielen Zuschauern die Fastenpredigt des Bruder Barnabas.

Polling – Bestens vorbereitet auf den großen Ansturm präsentierten sich der TSV Polling und Wirt Hubsi Pirchner beim Starkbierfest. Sogar im Stüberl war alles gerichtet und mit einer Lautsprecheranlage für eine verständliche Übertragung der Fastenpredigt gesorgt. Und doch wäre das Sportheim auch in diesem Jahr beinahe zu klein gewesen für den großen Zuspruch der Bevölkerung.

Bereits lange vor dem offiziellen Beginn waren schon viele zum „Platzsichern“ gekommen und es zeigte sich, dass es ohne Reservierung wesentlich harmonischer geht. Wer zuerst kommt, der bekommt eben die besten Plätze. Der Grund für den Andrang war einmal mehr der voller Spannung erwartete Auftritt des „Bruder Barnabas“ alias Karl Heinz Neumeier, den sich auch eine Abordnung der österreichischen Partnergemeinde Hohenzell nicht entgehen lassen wollte und der es wieder einmal schaffte, einen neuen Rekord in Bezug auf Umfang und Dauer seiner Predigt aufzustellen.

70 Minuten gepredigt

Volle 70 Minuten ließ er, stilecht mit Kutte und Masskrug ausgerüstet, die Geschehnisse des vergangenen Jahres, von der Weltpolitik bis hin zum Leben im Dorf, Revue passieren und erntete dafür tosenden Applaus. Unterbrochen vom Szenenapplaus und den selbstauferlegten „Prostpausen“ nahm er alles aufs Korn, was ihm bei seinen Recherchen im letzten Jahr vor die Flinte gekommen war. Dass dabei kaum einer ungeschoren davon kam, versteht sich von selbst (siehe beste Sprüche des Barnabas). Allerdings – und das ist das Besondere an diesem Auftritt – gab es in der gesamten Predigt keinerlei Beleidigungen oder gar Diffamierungen. Ein Umstand, der dem Grundsatz Neumeiers geschuldet ist: „liaba a bissal hintersinnig, ois wia mit brachialer Gewalt“.

Vielmehr gab es eine Attacke nach der anderen auf die Lachmuskeln der Besucher, die sich nicht selten die Lachtränen aus den Augen wischen mussten. Zum Dank gab es, neben den stehenden Ovationen, ein Präsent des Sportvereins für den Bruder Barnabas, verbunden mit dem Wunsch, dass es im nächsten Jahr die 20. Auflage dieses Spektakels gibt. wag